Dienstag, 24. März 2015

Struktur ist das A und O erfolgreichen Lernens


Effizientes Lernen braucht Struktur. Nichts ist aufwendiger als wild drauflos zu lernen, Bücherregale rauf und runter zu lesen - ohne Sinn und Verstand.
Was muss ich wirklich wissen, wo will ich hin? 
Die Antwort auf diese Frage reduziert das Lese- und Lernmaterial schon gewaltig.
Und trotzdem. Auch dann bleibt der Lernstoff noch gewaltig. 
Bevor sich jetzt vorm geistigen Auge das Bild eines unüberwindbaren Berges festsetzt, gilt es von Anfang an den Fokus nicht in die Ferne zu richten, sondern auf die Stelle, die mit dem nächsten Schritt nicht zu leicht aber immer noch recht komfortabel zu erreichen ist.
Nur so haben wir schließlich auch Skifahren gelernt. Den Blick fünf Meter vor die Skispitzen gerichtet und mutig den ersten Schwung gesetzt, wenn auch anfänglich nur im Pflug. Wer hingegen von Anfang an gleich den gesamten Hang in den Blick nimmt, der sieht die "Falllinie" in ihrer ganzen verführerischen Schönheit, und davon werden ihm die Knie zittern - ganz unnötigerweise. 
'Das schaff' ich nie!'  
Diesen Satz hört man deshalb immer nur von Leuten, die vor lauter Weg die machbaren Schritte nicht sehen.
Hat man nach dem Eindampfen des Lernstoffs auf das Sinnvolle so auch das Lernpensum, die machbaren Lernschritte pro Zeit, festgelegt, gilt es als Drittes die Struktur zu bestimmen, in der die Essenz des Lernstoffs gebracht werden muss, um so schnell wie möglich ins Langzeitgedächtnis zu gelangen.
Bei der Entwicklung dieser Struktur hilft schon die Originalliteratur weiter: Inhaltsangaben von (Lehr)Büchern liefern sie in schon ziemlich perfekter Form, die nur noch so modifiziert werden muss, dass sie uns bei unserem persönlichen Lernziel maximal unterstützen kann. Die einzelnen Absätze in der Originalliteratur liefern uns weitere Strukturmerkmale.
Dieser von uns daraus maßgeschneiderten Struktur, in der wir in den nächsten Tagen und Wochen unser neues Wissen anordnen wollen, müssen wir jetzt mithilfe der Werkzeuge aus unserem Mnemo-Baukasten nur noch Speicherplätze in unserem Gehirn zuweisen.
Bei einem "üblichen" Umfang des Lernstoffes kommen da die verschiedenen 100er-Tabellen, wie etwa das Majorsystem, in Frage.
Bei einem noch größeren Umfang brauchen wir aber einen Merk-, Denk- oder Gedächtnispalast. Solche Mnemostrukturen haben wie Gebäude in Natura auch den Vorteil, dass man sie mit beliebig vielen "Raumhaken" ausstatten, ein zusätzliches Stockwerk aufsetzen und zusätzliche Ost- und Westflügel anbauen kann.
In meinem Ebook "Denkpalast á la Sherlock Holmes und Hannibal Lecter" findet Ihr einen leicht memorierbaren, weil universell bekannten Gedächtnispalast mit immerhin 416 Speicherplätzen.
Haben wir diese Speicherplätze schließlich belegt, müssen diese Speicherinhalte nach einem genauen Zeitplan in den nächsten Wochen mehrmals memoriert werden. Mehr zu diesem speziellen Thema findet Ihr hier.

Zusammenfassung: So bringen wir Struktur ins Lernen
1. Lernstoff auf das Sinnvolle und Notwendige einschränken
2. Lerninhalte Strukturieren
3. Lernpensum pro Zeiteinheit festlegen
4. Strukturierten Lerninhalten per Mnemotechnik Speicherplatz zuordnen.
5. Nach festem Zeitplan Speicherinhalte memorieren




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